In der Organisation der Deutschen Gemeinschaft – Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien fand in Valpovo die zentrale Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der organisierten Vertreibung der deutschen Minderheit aus Kroatien statt.
In einer würdevollen und bewegenden Atmosphäre wurde den Opfern gedacht, die nach dem Zweiten Weltkrieg systematischer Verfolgung, Zwangsdeportationen, dem Verlust bürgerlicher Rechte, Enteignung und oft auch dem Tod ausgesetzt waren. Zahlreiche Mitglieder der deutschen Minderheit, Vertreter von Vereinen, lokale Behörden und Ehrengäste aus Deutschland nahmen an der Gedenkfeier teil.
Die Gedenkfeier begann auf dem Stadtfriedhof in Valpovo, wo zahlreiche Delegationen 20 Kränze niederlegten und Kerzen am Denkmal für die Opfer des Lagers Valpovo entzündeten.
Das ökumenische Gebet für die unschuldigen Zivilisten und Opfer in deutscher Sprache wurde vom römisch-katholischen Pfarrer von Punitovci, Pater Ivica Zrno, und dem evangelischen Pfarrer aus Osijek, Dr. Samir Vrabec, geleitet. Zum Abschluss des ökumenischen Gottesdienstes rundete der Gesangverein „Alte Kameraden“ die Gedenkfeier auf dem Friedhof mit einem Liedgebet ab.
Die Gäste und Mitglieder der Verbände der deutschen Minderheit aus ganz Kroatien hatten vor dem offiziellen Gedenkprogramm im Kulturzentrum „Matija Petar Katančić“ die Gelegenheit, eine Dokumentarausstellung zum 80. Jahrestag der organisierten Vertreibung der deutschen Minderheit in Kroatien zu besichtigen.
An die Anwesenden wandten sich
Die Vorsitzenden der vier Vereinigungen der Deutschen und Österreicher in Kroatien
Dr. Bernd Fabritius, (Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und Präsident des Bundes der Vertriebenen)
Tibor Varga, Vorsitzender des Minderheitenrates der Republik Kroatien
Klaus-Peter Willsch,
Bundestags, Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten)
Bernard Gaida, (Vizepräsident der FUEN und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft
Deutscher Minderheiten in der FUEN)
Renata Trischler, (Vizevorsitzende des Weltdachverbandes der Donauschwaben, Vizevorsitzende des Bundesverbandes der Donauschwaben und Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) in der FUEN).
Das Kulturprogramm wurde durch die Auftritte der Chöre „Drei Rosen“ aus Vukovar und „Edelweiss“ aus Sirač bereichert, die zwei Lieder vortrugen. Ein besonders bewegender Moment des Programms war das Vorlesen von Auszügen aus den Zeugenaussagen überlebender Lagerinsassen sowie aus Briefen des Mädchens Mira Knöbl, einer Gefangenen des Lagers Krndija. Die Schauspielerin Antonija Mrkonjić berührte mit ihrem einfühlsamen Vortrag die Herzen aller Anwesenden.

















































