„Ulmer Schachtel“ in Osijek, 8.-9.7.2019

Am Montagabend, den 8. Juli, sind uns zum Besuch die Freunde der „Gesellschaft der Donaufreunde Ulm“ angesegelt und sich mit ihrer authentischer „Ulmer Schachtel“ an dem Ufer der Drau angehängt. Bis zum Mittag des nächsten Tags hatten alle die Mögichkeit, das Schiff zu besuchen und zu sehen, wie die Donauschwaben im 18. Jahrhundert nach diese Gebiete gekommen sind. Unseren Freunden aus Ulm wünschen wir eine gute Schifffahrt.

Photo: Darko Apel

„Ulmer Schachteln“ sind Schiffe in der Tradition der ulmischen Donauschifffahrt. Die Ulmer nannten sie nach ihrem Fahrtziel „Wiener Zillen“ oder, seit sie fahrplanmäßig („ordinari“) fuhren, „Ordinarischiffe“. In Österreich hießen sie „Ulmerplätten“ oder „Schwabenplätten“. „Ulmer Schachtel“ war zunächst ein Spottname. Die Ulmer Schiffe waren bis zu 30 Meter lang und 7,6 Meter breit. Sie konnten bis zu 200 Tonnen laden. Am Ziel wurden sie verkauft. 1925 wurde eine mehrfach verwendbare Schachtel konstruiert, die zum Bahntransport zerlegt werden konnte. Die neuen Schachteln sind wieder aus einem Stück und werden per Tieflader transportiert. Seit 1926 ist die „Ulmer Schachtel“ motorisiert. Die 2008 gebaute „Ulm“ der „Gesellschaft der Donaufreunde“ ist aus Stahl. Daneben gibt es noch sechs „Ulmer Schachteln“ aus Holz; zwei große im Besitz der Stadt sowie vier kleinere, die privaten Eigentümergemeinschaften gehören.

 

podunavske svabe