Volksgruppensymposium im Haus der Heimat in Wien, Wien, 17.-20.Oktober 2013

Die Delegation der Deutschen Gemeinschaft, der Präsident Herr Zorislav Schönberger und die Geschäftsleiterin, Frau Renata Trischler, folgte  der Einladung von Herrn Norbert Kapeller, des Hauptsekretärs der VLÖ, des größten österreichischen Vereines, der die deutsche Minderheit versammelt, und nahmen am Symposium unter dem Titel „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ teil, das in Wien vom  17. bis  20.Oktober 2013 stattfand.

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Beim Symposium wurde über die Rolle der Donauschwaben in der Geschichte der Mitteleuropäischen Länder sowie über die Bewahrung  der Tradition und des Kulturerbens gesprochen. Die Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern trugen ihre Probleme vor, die sie in realen Umständen haben und die sie in Zukunft versuchen, in gemeinsamen Projekten und gegenseitiger Zusammenarbeit zu lösen. Doch es geht nicht nur um das Finanzielle. Das Erbe der Donauschwaben muss auf jede Art und Weise geschützt werden, so war auch von einer allgemeinen Digitalisierung aller zugänglichen Materiale die Rede, sei das in gedruckter oder in jeder anderen Form (Fotografien, Kunstbilder, Verzeichnisse). Außer dem Arbeitsteil wurde im Rahmen des Symposiums auch eine Studienreise bis zur tschechischen Grenze, in die Gebiete die einst von Deutschen bewohnt wurden, organisiert.

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Die natürliche Grenze (ein Fluss welcher die wunderschönen urbaren  Felder teilt) wurde durch die Geschichte administrativ umgeändert, Unruhen, Unduldsamkeiten und Konflikte  zwischen verschiedenen Volksgruppen verursachend. Schon zu Ende des Jahres  1944 wurde die deutsche Bevölkerung aus diesen Gegenden vertrieben und in Lager geschickt, wonach sich das demografische Bild  stark veränderte.  Städtchen und Dörfer, in denen sich auch bis zu  80% der Bewohner als Deutsche erklärten, verschwanden. Niemals konzentrierte sich eine solche Anzahl der Deutschen in diesem Raum und es folgten auch Verbote der Deklarierung nationaler Zugehörigkeit dem deutschen  Corpus. Erst lange nach dem Kriege begannen die Versammlungen der ehemaligen Bewohner der vertriebenen Dörfer auf einem Hügel genannt  Südmährerkreuz (Kreuzberg), wo einmal im Jahr eine Messe für die umgekommenen und verschollenen Deutschen zelebriert wurde. Die Versammlungen, an denen oft bis zu  40 000 Menschen teilnahmen, fanden trotz der Proteste der Regierung statt. Die Tradition blieb bis heute erhalten, doch mit der Zeit vermindert sich die Zahl der Teilnehmer. Doch der Blick auf den Kreuzberg,  das monumentale Kreuz auf seiner Spitze und die Gedenktafel unter dem Kreuz werden ewig an den Leidensweg der Deutschen in diesem Raum erinnern.

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Der letzte Tag des Symposiums verging in der Erlassung der gemeinsamen Resolution über die gemeinsame Zusammenarbeit sowie der Geselligkeit aller Anwesenden. Mehr über die  Dokumenten und erlassenen Beschlüssen:

PA2013-30_13. VLÖ-Volksgruppensymposium im Haus der Heimat in Wien

Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Altösterreicher in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie

http://www.vloe.at/

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