Gedenkstunden

Am 13. Mai  2017  Gedenkstunde anlässlich des Vetreibungstages der deutschen Minderheit in Kroatien bei dem Denkmal den Opfern des Nachkriegslagers für Deutsche in Valpovo.

Auf dem valpovoer städtischen Friedhof  bei dem Denkmal den Opfern des Lagers Valpovo wurde auch dieses Jahr am 13. Mai eine Gedenkstunde in Veranstaltung der Deutschen Gemeinschaft anlässlich des Vertreibungstages zum Gedenken an die Ereignisse von Anfang Mai  1945, als die Angehörigen der deutschen nationalen Minderheit in  Jugoslawien Opfer einer kollektiven Rache wurden.   Bei dieser Gelegenheit  legten  die Vertreter der Deutschen Gemeinschaft, der Bürgermeister von Valpovo Leon Žulj mit seinen Mitarbeitern,  im Namen der Stadt  Belišće und des Bürgermeisters  Dinko Burić ,  Antonija Andrašek-Barić, Vorsteherin der Abteilung für gesellschaftliche Tätigkeiten  sowie die Delegation des Vereines der Deutschen und Österreicher aus Vukovar legten Kränze nieder und  zündeten Kerzen an.

Eine Ansprache im Namen der Deutschen Gemeinschaft hielt die Geschäftsleiterin  Renata Trischler, mit einer musikalischen Einlage traten die Mitglieder des Singchores der Deutschen Gemeinschaft  „Alte Kameraden“ auf und das Gebet sprach der valpovoer Pfarrer, Hochwürden  Zvonko Mrak vor. Zu den Anwesenden sprach, an die Tragödie der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg erinnernd, auch der valpovoer Bürgermeister  Leon Žulj indem er die langjährige vorzügliche Zusammenarbeit der Stadt  Valpovo mit der Deutschen Gemeinschaft und die große  Hochachtung, welche die Bürger von Valpovo für die verstorbene deutsche Mitbürger und die andere Gefangene des Lagers Valpovo nach dem Zweiten Weltkrieg fühlen, betonte.

Ungefähr 240 000 Deutschen aus dem Raum Jugoslawiens trat den Weg in  die Verbannung vor November  1944 dh. vor dem Einzug   der Kräften der  Roten Armee  und der Volksbefreiungsarmee Jugoslawiens an, den restlichen, ungefähr  200 000, wurde ihr  Besitz beschlagnahmt und die meisten wurden in Lager geschickt. In den Lagern starben an den Folgen der Misshandlungen, der Kälte, des Hungers, Typhus und Durchfall ungefähr  50.000 bis  60.000 Angehörige der deutschen Minderheit.

Am 11. Mai beginnt auf dem Gebiet von Kroatien eine organisierte Abführung der verbliebenen Deutschen in neugegründete Lager.  In Lager wurden ganze volksdeutsche Familien, ältere Menschen, Frauen mit Kinder, ungeachtet des Alters, gebracht. Laut allen Indizien starb man überwiegend an Krankheiten, besonders an Typhus, Erschöpfung, Kälte und Hunger. Zu Hinrichtungen kamen es  nicht massenhaft und  oft, aber es gab Misshandlungen und einzelne Morde. Ungefähr  10.000 bis  20.000 kroatischer Volksdeutsche, die in der Heimat blieben, wurden im Laufe der Jahre 1945, 1946 und 1947 in Sammel- und Arbeitslager gebracht, in denen mindestens einige Tausende ihr Leben verloren. Gemäß allen Indizien waren die größten Lager für die Angehörigen der deutschen Minderheit auf dem Gebiete von Kroatien im Laufe dieser Nachkriegsjahren  Josipovac neben Osijek, Valpovo, Velika Pisanica neben  Bjelovar, Krndija bei Đakovo, Šipovac bei Našice, die Pusta Podunavlje in Baranja und Tenja/Tenjska Mitnica neben Osijek.


 

Vertreibungstag, Krndija , den 11. Mai 2017

 Am Donnerstag, den 11. Mai, wurde mit einer Heiligen Messe, Kerzenanzündung und Kranzniederlegung in Krndija des Tages der Vertreibung der Deutschen – Vertreibungstag –  seit dem  72 Jahren vergingen, gedacht.  In der Kirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes wurde die Heilige Messe von dem Pfarrer der Pfarre Punitovci Đurica Pardon zelebriert und teilgenommen haben ungefähr hundert Gläubige. Zu den zahlreichen Angehörigen der Deutschen Gemeinschaft gesellten sich auch zahlreiche Bewohner der Pfarre von Punitovci. Der Pfarrer wandte sich in seiner Begrüßung an alle Anwesende, unter ihnen auch die Vorsteherin der Gemeinde Punitovci  Jasna Matković, den ehemaligen Parlamentsabgeordneten Nikola Mak, sowie den Präsidenten des Vereines der Donauschwaben Zweigstelle Đakovo Vili Haas, mit einem besonderen Gruß an die Familienmitglieder und die Nachfahren der Deutschen, die einst in Krndija lebten.

Nach  der Heiligen Messe und nach einer kürzeren Geselligkeit, welche von der Gemeinde Punitovci und den Bewohnern von Krndija für alle vorbereitet wurde, folgte die Gedenkstunde auf dem Friedhof bei dem Denkmal den Donauschwaben, den Gefangenen des Lagers. Es wurden Kränze der Deutschen Gemeinschaft – Landsmannschaft der Donauschwaben  Osijek, der Zweigstelle  Đakovo und der Gemeinde  Punitovci als Zeichen der Erinnerung an die Schrecken des Lagers  Krndija und die Vertreibung der Lagerinsassen am  11. Mai 1945. Die Schüler des Gymnasiums „A. G. Matoš“ aus Đakovo  erinnerten uns mit Worten und Gedichten an die Schrecken der Ereignisse in  Krndija.

„Die Erinnerungen an  Krndija sollen nicht verblassen, denn ein Mensch, der sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, hat eine vergängliche Gegenwart  in der er keine Zukunft kennt. Wir bitten den Herrn, uns die Gnade der Gütigkeit, der Vernunft und eines Lebens in Verständniss und Liebe zu den Mitmenschen  zu erteilen“, waren die Worte des Pfarrers nach dem Gebet „Vater unser“, das er in kroatischer und deutscher Sprache vorsprach. 

Mirko Knežević

Erzbistum Đakovačko-osječka

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02.04.2017- Einweihung des Denkmales den Bewohnern von  Ernestinovo deutscher Nationalität

Am Sonntag, den 02. 04. 2017,  fand auf dem örtlichen Friedhof in  Ernestinovo ein Gedenkfest und eine Enthüllung mit Einweihung des Denkmales den ehemaligen Bewohnern von  Ernestinovo deutscher Nationalität statt. Die Heilige Messe in der ernestinovoer Pfarrkirche wurde von dem Erzbischof von Đakovo-Osijek, Mons. Đuro Hranić zelebriert, wonach  man zusammen  zum Friedhof ging. Nach der Begrüßungsansprache von  Matija Greif, des Bürgermeisters der Gemeinde Ernestinovo, sprach zu den zahlreichen  anwesenden Bewohnern und Gästen aus der deutschen Stadt  Sinzig im Namen der Deutschen Gemeinschaft aus  Osijek auch der ehemalige Parlamentsabgeordnete  Nikola Mak und drückte in seiner Ansprache den ehemaligen deutschen Bewohnern von Ernestinovo seine Hochachtung und Dankbarkeit aus. Gleichzeitig bedankte er sich auch bei den  Schöpfern des Denkmales, den Architekten Bruno und Predrag Rechner aus  Osijek.

In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Matija Greif, dass  Ernestinovo,  Deutsch Ernestin,  ein in Mehrheit deutscher Ort war, in dem über  90 % Deutsche waren und unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg zählte das Dorf über 1200 Bewohner deutscher Nationalität. Der Zweite Weltkrieg, die Vertreibung und Enteignung des Besitzes nach dem Krieg führte dazu, dass heute in Ernestinovo nur noch einige Deutschen leben.

Nach der Ansprache von Karl-Heinz Arzdorf, des Stellvertreters des Bürgermeisters  von Koisburg, in der Nähe von Sinzig, sowie des Präsidenten des Vereines Kroatienhilfe  „Gospa  mira“ Wilfried Degen, wurden auch Kränze niedergelegt, wonach Erzbischof  Hranić das Denkmal einweihte. Der Gedenkstunde und der Einweihung  wohnten auch Ivica Škojo, Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Osijek, Željko Šimić, Bürgermeister von Satnica Đakovačka, wo im letzten Jahr ebenfalls ein angemessenes Denkmal erstellt wurde, und zahlreiche Mitglieder der Deutschen Gemeinschaft aus Osijek bei. Am Programm nahmen auch der Singchor der Deutschen Gemeinschaft aus Osijek „Alte Kameraden“ sowie die Singgruppe „Baje“ aus Ivanovac teil.

Mit dem Gebet „Vater Unser“ endete die Gedenkstunde, danach wurden in dem Feuerwehrheim Ernestinovo Dankesurkunden und Plaketten verteilt an die Teilnehmer dieses wichtigen Projektes, mit welchem allen verstorbenen, gefallenen und ausgesiedelten Deutschen aus unserem Gebiete die Ehre erwiesen wurde. 

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Das Denkmal dem harmonischen Zusammenleben der Kroaten und der Deutschen enthüllt, Đakovačka Satnica, 13. November 2016.

Als Zeichen der Erinnerung und der Dankbarkeit für das harmonische Zusammenleben der deutschen und kroatischen Bevölkerung in Satnica Đakovačka bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde gestern in diesem Gemeindemittelpunkt auf dem Ortsfriedhof ein Denkmal in Form eines Buches enthüllt. Bis 1944 bzw. 1945, als sie dieses Gegend verlassen und nach Deutschland gehen mussten, bildeten die Deutschen ein Drittel der Bevölkerung – es waren hier ungefähr fünfhundert und in dieses Gebiet siedelten sie Anfang des 19. Jahrhundertes auf das verlassene Land nach Abzug der Osmanen. Darüber sprachen gestern der Berater für Kultur der deutschen Botschaft in der Republik Kroatien  Arne Hartig, der Honorarkonsul Ivica Škojo, der Vorsteher von Satnica Đakovačka Željko Šimić, der ehemalige Parlamentsabgeordnete der nationalenMinderheiten Nikola Mak und andere. Das Denkmal wurde von der Pfarrer von Satnica Šimo Domazet eingeweiht. Das Projekt der Fertigung des Denkmales machte Predrag Rechner, der es auch mitfinanzierte, Anreger der Idee ist Mirko Đanić aus Satnica Đakovačka. Das gestrige Ereignis wurde von der Gemeinde von Satnica und der Deutschen Gemeinschaft-Landsmannschaft der Donauschwaben aus Osijek veranstaltet.

S.Ž.

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VOLKSTRAUERTAG, VALPOVO 13. NOVEMBER 2016

“Die Erinnerung an die Opfer der Kriege und der Vertreibung ist auch heute wichtig und notwendig: sie ermöglicht uns, für einen Augenblick stehen zu bleiben und der Leiden,  welche die  Geschlechter  unserer  Vorfahren erlitten,  zu gedenken.  Zwei Weltkriege, Terror und Vertreibung im vergangenen Jahrhundert brachten Europa Millionen von  Opfern und unglaubliches Leiden unseres Kontinenten.  Die Verbrechen und Schrecken jener Zeit dürfen nicht vergessen, die Verantwortung darf nicht übersehen werden.  Und gerade hier in Kroatien, wo die Erinnerungen an den Krieg und tausende von Opfern auch unter den Angehörigen der heutigen Gerenationen lebendig  ist, wird klar wie wichtig es ist,  nicht in seiner Trauer zu verharren und nicht unbeweglich darin zu bleiben  sondern in Frieden gemeinsam die  Zukunft zu bilden. Der Frieden ist ein unschätzbares Gut und nicht etwas, was man  für selbstverständlich nehmen kann.  Die zusätzliche Botschaft dieses Volkstrauertages ist: heute leben wir in Europa in einer nie  dagewesenen Zeit des Friedens und der Freiheit, der Toleranz und der Achtung der menschlichen Würde. Das ist ein Schatz, den wir pflegen und bewahren müssen und der unser wertvollstes Erbe für die kommenden Geschlechter  ist”, sagte, unter anderem, anlässlich der Kennzeichnung des Deutschen Volkstrauertages in Kroatien, die auch dieses Jahr mit Kranzniederlegung, Kerzenanzünden und angemessenem Programm bei dem Denkmal den deutschen Zivilopfern des Arbeitslagers auf dem Friedhof in Valpovo stattfand, der Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Osijek  Ivica Škojo.

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Außer dem Honorarkonsul, dessen Amt auch dieses Jahr die Gedenkversammlung organisierte, wohnten dem Volkstrauertag auch noch  Arne Hartig, Leiter der Kulturabteilung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in  Zagreb, Leon Žulj, Bürgermeister  von Valpovo mit seinen Mitarbeitern, Vladimir Ham, Stellvertreter  des Bürgermeisters von Osijek,  Vertreter des Stadtrates von Belišće, sowie die Delegation des Verteidigungsministeriumes der Republik Kroatien,  die Vetreter der Deutschen Gemeinschaft   Osijek und der Kroatisch-deutschen Gesellschaft und  Hochwürden  Zvonimir Mrak, Pfarrer der Pfarre Valpovo bei. Nach der Kranzniederlegung  führte des Singchor der Deutschen Gemeinschaft “Alte Kameraden” auch das  traditionelle  Lied  “Ich hatte einen Kamaraden” sowie das Gebet “Vater Unser” vor.

Der Honorarkonsul Škojo erinnerte auch daran, dass wir  an dem Volkstrauertag  der Opfern  von Gewalt und Krieg  – der Kinder, Frauen und Männer jeder Nation, aller in beiden  Weltkriegen gefallenen  Soldaten, der Menschen die in Gefangenschaft ihr Leben verloren sowie der Vertriebenen oder Leidenden in den Lagern gedenken,  aber  auch allen Menschen, die wegen ihrer Rassen- oder Glaubensangehörigkeit entweder verfolgt wurden oder heute noch Opfer der Verfolgung sind, die Ehre erweisen – allen, die sterben mussten, weil sie gegen die Diktatur aufstanden.

Lidija ANIČIĆ

Vertreibungstag , Krndija, 11. Mai 2016

Mit Kranzniederlegung und Kerzenanzünden wurde in Krndija am 11. Mai der Tag der Vetreibung der Deutschen – Vertreibungstag aus dem Lager Krndija gekennzeichnet. Auf dem Ortsfriedhof von Krndija, einem Dorf der Pfarre von Punitovci einst mit überwiegend deutschen Bewohnern bevölkert, versammelten sich bei dem Denkmal den Donauschwaben zur Erinnerung an die Schrecken des Lagers  Krndija und die Vertreibung der Lagerinsassen am 11. Mai 1945  die Mitglieder der Deutschen Gemeinschaft-Landsmannschaft der Donauschwaben aus  Osijek und deren Zweigstelle aus  Đakovo. Nebst einiger Gespanschaften waren auch Mag. Renata Trischler, Geschäftsleiterin des Vereines der Donauschwaben aus Osijek, Željko Mauzer, Stadausschuss der HDZ  Đakovo – Kroatischer Ritualverein  Jazovka, Miro Raspudić, Verein der Freiwilligen  Đakovo 1990-1991, Ivo Tubanović, Kroatische Gesellschaft der politischen Inhaftierten der  Gespanschaft  Osječko-baranjska, Jasna Matković, Vorsteherin der Gemeinde Punitovci, Nikola Mak, ehemaliger Parlamentsabgerdneter sowie Dr. Slavko Platz, Philosophieprofessor emeritus an der Katholischen theologischen Fakultät in Đakovo anwesend.
Nach einem Gebet, von Hochwürden  Mag.  Đurica Pardon angeführt, sang der Singchor der  Deutschen Gemeinschaft in Osijek  “Alte Kameraden” den Vater Unser  in deutscher Sprache und danach das Lied  “Ich hatte einen Kameraden” .
“Wir gedenken jener, die einst hier in Krndija lebten, bauten und litten. All diese Menschen, fleißig und unternehmenslustig beschäftigten sich mit Landwirtschaft, lebten hier friedlich, hielten ihr Heim für ihre Heimat in einer Gemeinschaft mit ihren Nachbaren den Kroaten und Slowaken dieser Pfarrengemeinschaft. Wegen der Ideologie des kommunistischen Systemes, der Partisanenregierung und jenem des Menschen unwürdigen, verschwand  hier der einst größte Ort der  Đakovština, ein Ort in welchem einst über 1500 Bewohner in mehr als 300 Häusern lebten. Den damaligen Machthabern war  nicht einmal die Kriche heilig, sie wurde beschossen und zerstört, später als Lagerraum benutzt. Die Bewohner von  Krndija gingen einen schweren Lebensweg, die Auswanderung und das Leiden im Lager. Heute gedenken wir des Fleißes und der Ausdauer der Menschen, die hier lebten und litten, starben, vertrieben wurden und gehen mussten nur weil sie zu einem Volk gehörten, dass Böses verübte. Sie sind deshalb ein Teil der Geschichte, die durch ihren  Leidensweg geändert wurde. Ihr Leiden ist ein Zeugnis der Wahrheit. Wäre dieses große Unrecht diesen Menschen gegenüber nicht geschehen wäre unsere Pfarre heute zahlreicher  und  die Deutschen würden zusammen mit Kroaten und Slowaken leben. All diese Geschehnisse wurden bis heute nicht genügend erforscht, niemand wurde wegen den Greueltaten an diesen Menschen zur  Verantwortung gerufen. Im heutigen  Krndija gibt es keinen einzigen von den ehemaligen Bewohnern, es verblieb der Friedhof, der davon zeugt, dass diese Menschen einst ihr Heim hatten”, sagte Hochwürden.
Danach lud er die Versammelten mit folgenden Worten  zum Gebet: “Beten wir zu Gott für sie alle aber auch für uns, damit wir unser Band zur Heimat nicht verlieren, damit unsere jungen Leute nicht weggehen in der Suche nach einem besseren Leben, beten wir dafür, dass keine Gewalt und Hass sondern Liebe und Gemeinsamkeit und Sorge für alle Menschen in unserer Heimat herrschen. Der Herr gebe Frieden  allen, die auf diesem Friedhof ruhen, uns Erinnerung damit sich dieses Böse niemals geschehe, wiederhole”. Das waren die Worte von Hochwürden an die Versammelten, indem er betonte,  die Anzahl der Bewohner von Krndija, die bei der Einweihung der erneuerten Kirche 2003 anwesend waren, sei größer gewesen.

Der Pfarrer schlug vor, mit den zuständigen Behörden eine Möglichkeit zu finden, den Friedhof und die Kirche von Krndija unter Kulturgutschutz des materiellen Erbes der Republik Kroatien zu stellen, indem er betonte, dass an der erneuerten Kirche wegen schlecht ausgeführten Arbeiten die Reparatur des Dachgestelles notwendig ist.

(IKA, Zagreb)

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VALPOVO, 14. MAI 2016, ZENTRALE  KOMMEMORATION ANLÄSSLICH DER KENNZEICHNUNG DES VETREIBUNGSTAGES DER DEUTSCHEN AM  11.MAI 1945

Bei der Kommemorationsversammlung wurden bei dem Denkmal den Verstorbenen im Lager Valpovo Kränze niedergelegt und Kerzen angezündet. Kränze legten Ivica Završki, Berater des Gespans im Namen der Gespanschaft Osječko-baranjska, Vladimir Ham, Stellvertreter des Burgermeisters der Stadt Osijek, Dubravko Kučinac, Stellvertreter des Bürgermeisters der Stadt  ValpovoMirko Ćurić, Stellvertreter des Bürgermeisters der Stadt Đakovo, Domagoj Varžić, Stellvertreter des Bürgermeisters der Stadt  Belišće, Dara Mayer, Präsidentin des Vereines der Deutschen und Österreicher aus Vukovar und  Eduard Werkmann, Vizepräsident der Deutschen Gemeinschaft-Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien nieder. Das Gebet wurde von dem valpovoer Pfarrer, Hochwürden  Zvonko Mrak angeführt.

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Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, am  11. Mai 1945, begann eine organisierte Vertreibung und Enteignung des Besitzes der Angehörigen der deutschen Minderheit in diesem Raum. Unter einer kollektiven Schuld wegen der nazistischen Greueltaten wurden die Zivilbewohner, überwiegend alte Menschen, Frauen und Kinder in Lager vertrieben, in denen eine große Anzahl im Laufe des kommenden Jahres in unmenschlichen und schweren Verhältnissen, ohne Nahrung, medizinische Hilfe und Pflege und an Kälte auch starb. Das größte Lager für Angehörige der deutschen Minderheit im Raum von Kroatien war das Lager in Valpovo (1945/46) in dem fünftausend Zivilisten inhaftiert waren, von denen fast 2000 in unmenschlichen Verhältnissen starb.

Zu den Teilnehmern der Kommemoration sprach  der ehemalige Lagerinsasse, Nikola Mak, der in einer rührenden Ansprache der traumatischen Erinnerungen an die Schrecken des Lagerlebens und die Handlungen der damaligen Regierung, die Beweise und Angaben über die schweren Leiden der meistens Zivilisten, Kinder und alten Menschen zu verbergen versuchten, gedachte. Er bedankte sich bei den Bewohnern der Valpovština, die  in der Zeit des Leidens und der Inhaftierung im Lager, trotz Gefahren, den Inhaftierten rührend halfen, ihnen Lebensmittel und Sontiges brachten, um ihnen ihre Leiden zu lindern.

HTV-Dnevnik

-Wir, die überlebten Lagerinsassen, haben unseren Henkern-den falschen Antifaschisten, christlich vergeben aber nie vergessen! Und vor das himmlische Gericht traten unsere Opfer so wie auch unsere Peiniger. Sobald  wir Verbliebenen auch vor dieses endgültige Gericht treten, werden wir wissen wer zum Paradies und wer zur Hölle  verurteilt wurde, schloss Nikola Mak.

Vladimir Vazdar (Valpovština info)

 

VOLKSTRAUERTAG, 15. NOVEMBER 2015, VALPOVO

 Der Tratidion , dass der deutsche  Volkstrauertag  jeden zweiten Sonntag im November in Deutschland, aber auch in allen deutschen Vertretungen in der Welt,  begangen und allen Opfern der Kriege, der Gewalt und des Terrors die Ehre erwiesen und der gefallenen Soldaten gedacht wird, folgend legte Ivica Škojo, der Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Osijek auch dieses Jahr  auf  dem Stadfriedhof  von Valpovo bei dem Denkmal den Opfern des Nachkriegslagers für Deutsche einen Kranz nieder und hielt eine Kommemorationsansprache.

– Hier auf dem Freidhof von Valpovo ruhen  über  1000 deutshe Soldaten, Opfer des Zweiten Weltkrieges, und 10.000 Verstorbenen warten noch immer auf ihre letzte Ruhestätte.  In dem Kontext ist  bietet der Deutsche Verband zur Militärgräberfürsorge  einen  besonderen  Beitrag zur  Bewältigung der Vergangenheit, aber auch  zur Zukunft in welcher  gegenseitiges Verständnis waltet. Dank  seiner Tätigkeit wurden seit 1990 in ganz Europa die sterblichen Überreste von 800.000 deutscher Soldaten exhumiert und würdevoll beigesetzt. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie der Einladung zu dieser kleinen Festlichkeit nachkamen, denn unser heutiges Gedenken der Opfer der Verbrechen und Greueltaten ist uns gleichzeitig eine Warnung, den Frieden, die Freiheit und die Toleranz zu erhalten, die menschliche Würde zu ehren.  In dieser Stunde beugen wir unser Haupt vor den Toten, den Opfern der Gewalt und des Krieges, den Kindern, Frauen und Männern aller Völker, die ihr Leben gaben, weil sie sich der Tyranei gegensetzten… – sprach, unter anderem,der Honorarkonsul  Ivica Škojo.

Der Kommemoration wohnten auch die Vertreter der Städte  Belišće, Osijek und  Valpovo, Vertreter der Deutschen Gemeinschaft in Osijek, der Kroatisch-deutschen Gesellschaft und die Delegation des Verteidigungsministeriumes der Republik  Kroatien, sowie der Stellvertreter des Militärattaches der Bundesrepublik Deutschland bei,  wird in dem Bericht für die Medien des Büros des Honorarkonsules der Bundesrepublik Deutschland in Osijek mitgeteilt.

L. Aničić

 

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ERNESTINOVO, DEN 06. JUNI 2015, GEDENKSTUNDE UND FESTLICHKEIT ANLÄSSLICH DER AUFSTELLUNG DER GEDENKTAFEL UND DES DENKMALES DEM HEILIGEN VENDELIN

An der Stelle des ehemaligen deutschen Friedhofes in  Ernestinovo  wurde am Samstag das drei Meter hohe Denkmal dem  Heiligen Vendelin, dem Schutzpatron der Bewohner des Ortes in dem  einst größtenteils Deutsche lebten, festlich enthüllt. Die Statue fertigte der Bildhauer aus Ernestinovo Ivica Tolić.

Bei dieser Gelegenheit trat der Singchor  “Alte Kameraden” auf und Kränze legten, in Anwesenheit der Bewohner, der Vereine und Angehörigen der deutschen Volksgemeinshaft sowie der  Gäste aus Deutschland,  die nach Ernestinovo und in den Rest von Kroatien während des Krieges 300 Hilfezüge schickten,  der Bürgermeister der Gemeinde Ernestinovo  Matija Greif und sein Stellvertreter  Ladislav Kočiš, leitende Personen der mit  Ernestinovo befreundeten Gemeinden  Viškovo und Barban, Nikola Mak… nieder.

“Im Dorf Ernestinovo lebten von  1865 bis 1945 ehrliche und gläubige  Ansiedler aus deutschen Ländern, die durch ihre fleißige Arbeit die heutige und zukünftige Generationen der Bewohner von Ernestinovo zu Dank verpflichteten. Ihnen zu Ehren und  als Dank erstellen  wir dieses Gedenktafel.

Die Gemeinde und die Bewohner von Ernestinovo.”

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Matija Greif erinnerte daran, dass der Heilige  Vendelin  bis zum Zweiten Weltkriege der Schutzpatron des Ortes  Ernestinovo war und an der Stelle, wo sich heute das neue Kunstwerk befindet, schändeten  ihn die  ehemaligen  Machthaber, die Gefühle der Bewohner mißachtend, indem die sterblichen Überreste der Beerdigten zerstreut und  hier ein Geschäft  gebaut wurde.

Da das Geschäft im Heimatkrieg zerstört wurde,  überlegte  Bürgermeister Greif, wie die Reste des  Objektes  entfernt  werden können und er  die Fehler der ehemaligen Machthabern korrigieren sowie  diesen Teil der Siedlung angemessen  zu gestallten könne. Die Gemeinde stellte Bänke, Widmungstafeln auf,  errichtete Pfade und gestaltete den ganzen Raum um das Denkmal  mit Pflanzen. Nach einer angemessenen Zeremonie  fand auch ein festlicher Empfang und ein Fest für die zahlreichen  Gäste statt, welche von dem Präsidenten des Gemeinderates Ernestinovo Siniša Stražanac begrüßt wurden.

 

VALPOVO, DEN 11. MAI  2015, GEDENKSTUNDE ANLÄSSLICH DER

 70 JAHRE SEIT DER VERTREIBUNG DER DEUTSCHEN

“DAS ENDE DES ZWEITEN WELTKRIEGES BRACHTE NICHT NUR DEN SIEG DES ANTIFASCHISMUS SONDER AUCH DEN VÖLKERMORD AN DEN ANGEHÖRIGEN DER DEUTSCHEN MINDERHEIT”

In  Valpovo fand am Vertreibungstag, dem 11. Mai, eine Gedenkstunde  anlässlich des 70. Jahrestages  des Leidens und der Vertreibung der Deutschen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges statt. In Anwesenheit der ehemaligen Lagerinsassen, der „domobran“-en, der Mitglieder der Deutschen Gemeinschaft sowie Vertreter der Osječko-baranjska Gespanschaft,  Željko Kraljičak – in Vertretung des Gespans und Vladimir Ham, in Vertretung des Bürgermeisters der Stadt Osijek, in Vertretung des Bürgermeisters der Stadt Valpovo  Pavica Majdenić  und  in Vertretung des Bürgermeisters der Stadt Belišće Ljerka Vučković  wurden auf dem valpovoer städtischen Friedhof, bei dem Denkmal den deutschen Zivilopfern des Arbeitslagers  Valpovo Kränze niedergelegtEinen Kranz legte auch der Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland  Ivica Škojo im Namen der  Botschaft der Bundesrepublik Deutschland  in Kroatien nieder. Im Namen der Deutschen Gemeinschaft sprachen  der ehemalige Lagerinsasse und Mitglied des Verwaltungsausschusses der Gemeinschaft  Nikola Mak und die Geschäftsleiterin  Renata Trischler zu den Anwesendendanach traten die deutschen Singchöre : aus Osijek die “Alte Kameraden” und aus  Vukovar die  “Drei Rosen” auf.  Die Gedenkstunde wurde mit einer Messe in der Kapelle des Heligen Rochus in Valpovo abgeschlossen.

 

 

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Im Jahr, in welchem die ganze Welt des  großen Jahrestages  des Sieges des Antifaschismus und des Endes des Zweiten Weltkrieges gedenkt, wird die Deutsche Gemeinschaft  – Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien mit einer Reihe von  Gedenkaktivitäten  noch eines Jahrestages gedenken – des Beginnes der Vertreibung der deutschen Minderheit, die sofort nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte und  die Vertreibung zwischen 12 bis 15 Millionen Zivilisten deutscher Nation aus ganz Osteuropa zu Folge hatte. Unter der Ägide einer “humanen Übersiedlung”  litten unter dieser Vertreibung ungefähr 2 Millionen Personen und die kommunistischen Staaten des damaligen Ostblockes erklärten  die Zivilbewohner deutscher  Nation, die jahrhundertelang in diesen Staaten lebten, aufgrund einer kollektiven Schuld für die Greueltaten, die im Zweiten Weltkrieg von dem nazistischen Deutschland begangen wurden, durchgehend  zu  Volksfeiden.  In Kroatien lebten bis zum Anfang des Zweiten Weltkrieges ungefähr 150.000 Angehörige der deutschen Minderheit, während im Raum des ehemaligen Jugoslawiens insgesamt ungefähr eine halbe Million Deutschen, die schon im  17. Und  18. Jahrhundert und später angesiedelt wurden, lebte.

Durch Beschluss  des  AVNOJ*- Präsidiumes  vom  21. November 1944  wurden  allen Deutschen im damaligen Staat jegliche nationale und Bürgerrechte sowie Besitz entzogen und beschlagnahmt. Laut Forschungen von  Dr. Vladimir Geiger vom Kroatischen Institut für Geschichte wurden   nur jene Angehörige der deutschen Minderheit, die beweisen konnten, dass sie  der Partisanenbewegung angehörten oder sie wenigstens  unterstützten, keine Opfer der kollektiven Rache. Den anderen wurde  jeglicher Besitz  beschlagnahmt, sie wurden vertrieben bzw. in Lager interniert. Gemäß Schätzungen wurde auf dem Gebiete von Jugoslawien ungefähr  240.000 Menschen vor  dem Andrang der Roten Armee und der Volksbefreiungsarmee sowie  der Partisaneneinheiten evakuiert und sie kehrten nie wieder in ihre Häuser zurück, ungefähr  200.000 deutscher Zivile unterlagen der kommunistischen Regierung in Jugoslawien. Davon starb ein Viertel in Lagern, während der Rest im Laufe der ethnischen Säuberung verscholl oder einfach flüchten musste.  In Lager wurden ganze deutsche Familien, ältere Menschen, Frauen mit Kinder, ohne Rücksicht auf ihr Alter, interniert. Laut Indizien starben sie meistens an Krankheiten, besonders an Typhus, Erschöpfung, Kälte und Hunger. Liquidationen waren nicht massenhaft und häufig, aber es gab Missbrauch und Mord. In den Lagern starben an Folgen der Misshandlungen, der Kälte, des Hungers, Typhus und Durchfall ungefähr 50.000 bis  60.000 Angehörigen der deutschen Minderheit.

Mindestens ungefähr  10.000 bis  20.000 kroatischer Volksdeutschen, die meisten von ihnen in der Heimat geblieben, wurden im Laufe der Jahre  1945, 1946 und  1947 in Sammel- und Arbeitslager interniert, in welchen mindestens einige Tausende ihr Leben verloren. Laut allen Indizien waren im Laufe dieser Nachkriegsjahre  auf dem Gebiete von Kroatien die größten Lager für  Angehörigen der deutschen Minderheit  Josipovac bei  Osijek, Valpovo, Velika Pisanica bei  Bjelovara, Krndija bei Đakovo, Šipovac bei  Našice, die Pusta Podunavlje in  Baranja und Tenja/Tenjska Mitnica  bei Osijek. (DG)

*Antifaschistischer Rat der Volksbefreiung Jugoslawiens

 

 

KRNDIJA, HEILIGE MESSE, 06. APRIL 2015.

In Krndija in der Nähe von  Đakovo, einem kleinen Ort der Pfarre Punitovci mit ungefär zwanzig Haushaltem  und  60 Bewohnern, fand in der Kirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes auch dieses Jahr an Ostermontag, den  6. April  2015,  eine Heilige  Messe, von Hochwürden  Mag.  Đurica Pardon, Pfarrer von Punitovci zelebriert, zum Gedenken der Begegnung Christi  und zweier Schülern in  Emaus, statt.

Der Heiligen Messe wohnten mehr als  200 Gläubige, nicht nur aus der Pfarre Punitovci, sondern auch aus anderen Ortschaften, unter ihnen auch Nachfahren der Deutschen bzw. der Donauschwaben, in der Deutschen Gemeinschaft Osijek, Zweigstelle Đakovo versammelt, bei. Die Gläubigen aus  Punitovci pilgerten,  trotz kaltem und windigem Wetter auf  Fahrrädern und zu Fuß nach Krndija.

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“Heute gedenken wir aller Leiden, welche die Bewohner von Krndija erdulden  mussten, nur weil sie anders waren, aller die erduldeten, litten, vertrieben oder ermordet wurden, uns ihr Glaubensbekennen  hinterlassend.  Diese Kirche zeugt davon, dass man im Leiden die Auferstehung  erlangt.  Hier versammelt wollen wir unseren Glauben an die Auferstehung Christi bekennen und die Freude des Osternfestes teilen.  Heute gedenken wir Emaus, wohin  die zwei Schüler  Christi,  von den Geschehnissen  des Leidens, des Todes und der Auferstehung verwirrt, reisten und auf ihrer Reise zum ersten Male dem  Auferstandenen begegneten. Von dieser Begegnung belehrt müssen auch wir unsere Vergangenheit verstehen, damit wir darin unsere Zukunft erkennen können. Gedenken wir auch der Unschuldigen von Krndija und zeugen wir nicht nur mit Worten sondern auch mit Wohltaten unseres Lebens”, sagte Hochwürden zu Beginn der Heiligen Messe.

“Das heutige Evangelium teilt uns mit, wie Jesus seine zwei Aposteln, seine Schüler,  zu Zeugen machte. Er sagte ihnen was geschah und was geschehen wird. So sind auch wir in einer Kirche, die eine Geschichte hat, sie erzählt uns was geschah und was wir zu tun haben. Diese Kirche ist Zeuge schrecklicher Ereignisse und wurde nicht zufällig dem Kreuz Christi geweiht. Als hätten  jene, die hier lebten und sie erbauten,  gewusst was geschehen wird und gaben ihr den Namen Erhebung des Heiligen Kreuzes. Diese Kirche ist ein Zeugnis der Leiden und gleichzeitig ein Zeichen  der Hoffnung  für uns alle. Sie spricht von Leben, Leiden und Dulden, Tode und  Auferstehung.  Wir sollen nicht nur verstehen was Jesus sagt, sondern auch würdig leben, wie Gott zu uns spricht”, sprach Hochwürden  in seiner Predigt.

Nach der Messe war die  Versammlung der Kinder lustig,  die in Krndija die Auferstehung Christi mit einem  Ostereierschlagen verkünden.  An diesem alten  Brauch nahmen über 30 Kinder teil, während die Erwachsenen mit großem Interesse zuschauten.  Die  flinksten  erhielten von Hochwürden Geschenke. 

VOLKSTRAUERTAG, 16.11.2014

 

„Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.“

Auf dem Friedhof von Valpovo wurde bei dem Denkmal den unschuldigen deutschen Zivilopfern des Arbeitslagers Valpovo (1945-46) mit einer Gedenkstunde der Volkstrauertag, der Gedenktag an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft, begangen. Die Gedenkstunde wurde auch dieses Jahr von Herrn Ivica Škojo, dem Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Osijek angeführt, außer den Mitglieder der Deutschen Gemeinschaft nahmen an der Gedenkstunde auch der Bürgermeister von Valpovo Leon Žulj, die Vizebürgermeisterin der Stadt Belišće Ljerka Vučković, die Mitglieder des Vereines der Domobranen/Heimatverteidiger von Valpovo und der Valpovština sowie die Abgeordneten des Verteidigungsministeriumes der Republik Kroatien teil. Für alle Toten wurden Kerzen angezündet, Kränze niedergelegt und nach dem Gebet führte der Singchor der Deutschen Gemeinschaft aus Osijek „Alte Kameraden“ zum Abschluss dieser würdevollen Veranstaltung das traditionelle, allen Kriegstoten gewidmete Lied  „Ich hatte einen Kameraden“ sowie das Gebet „Vater Unser“ vor.

 

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GAKOVO 2014

Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Skupština (des Parlamentes) der Vojvodina Istvan Pastor fand in  Gakovo bei  Sombor ein Gedenkdienst für die in der Zeit von 1944 bis 1948 unschuldig  verstorbenen Donauschwaben statt.

Pastor wohnte zusammen mit den Regionsabgeordneten Ilona Pelt, Sandor Egeresi, Borislav Novaković, Pavle Budakov und Mato Matarić der Messe in Sombor bei und legte im Namen des Regionparlamentes einen Kranz am Denkmal den verstorbenen Opfern nieder. Bei der Gedenkstätte in Gakovo, an dem Ort des ehemaligen Lagers, sagte Pastor, es gäbe keine kollektive Schuld und niemand dürfe wegen seiner nationalen, Glaubens- oder sonstigen Angehörigkeit leiden, an die angenommene Deklaration über die Nichtanerkennung der kollektiven Schuld erinnernd.

“Diese Generation der Politiker machte einen bedeutenden Fortschritt und zeigte, dass es keine kollektive Schuld und kollektive Verbrechen gibt, es gibt nur einzelne Personen mit Namen und Nachnamen, die müssen gefunden und bestraft werden”, sagte Pastor und setzte hinzu, die Vergangenheit dürfe nicht vergessen werden, damit sie sich nicht wiederhole.

Er betonte, die Anwesenheit der Vertreter der meisten politischen Parteien bei dieser Versammlung wirke ermutigend. “Alle, die wir heute hier anwesend sind, ungeachtet der politischen Unterschiede, zeigten, dass es unter uns zu diesem Thema nie Unstimmigkeiten gab und auch nicht geben wird”, sagte Pastor.

An die Anwesenden wandte sich auch der Bürgermeister von Sombor Saša Todorović und der Präsident des Verbandes der Donauschwaben von Deutschland Hans Supric, anwesend waren auch der Vizepräsident der Regionalregierung Mihalj Njilas, Vertreter der deutschen, ungarischen und österreichischen Botschaft, der Republikabgeordnete Zoran Babić, die Vertreter der römisch-katholischen Kirche, der evangelischen Gemeinschaft, die Nachfahren der Opfern, Bürger und andere.

Laut Forschungen starben im Lager von Gakovo über 8.000 Deutschen und das Denkmal wurde auf Initiative des Deutschen Volksverbandes und des Vereines Gerhard aus Sombor, mit Hilfe der Organisation der Donauschwaben aus Deutschland und anderen Spendern gestellt.

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VERTREIBUNGSTAG 11.05.1945. – 11.05.2014., KRNDIJA

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Es vergingen fast sieben Jahrzehnte seitdem die Deutschen und Österreicher unter Drohung von Partisanenwaffen aus ihren Heimen vertrieben wurden. Sie wurden in Sammel- und Arbeitslager in Josipovac, Krndija bei Đakovo und in Valpovo interniert, wurden für die Nazi-Greueltaten schuldig erklärt und unter diesem Namen begann der Völkermord an unschuldigen Frauen, Kindern und Greisen, nur weil sie Deutsche waren. Die Deutsche Gemeinschaft –Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien, mit Sitz in Osijek, kennzeichnet jedes Jahr den 11. Mai als Vertreibungstag – so versammelten sich ihre Mitglieder auch diesen Sammstag in Krndija zu einer zentralen Heiligen Messe in der Kirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes, in der es besonders festlich zuging, weil nach 70 Jahren Verbannung die Statue des heiligen Antonius wieder unter ihr Dach zurückkehrte.

Nach der Messe, die vom Pfarrer aus Punitovci Hw. Đurica Pardon und Prof. Slavko Platz zelebriert wurde, gingen die zahlreichen Versammelten zur Gedenkstunde bei dem Denkmal den unschuldigen Opfern des Lagers Krndija auf dem Ortsfriedhof. Kränze legten im Namen der Deutschen Gemeinschaft aus Osijek der Sekretär Darko Apel und Vorstandsmitglied und ehemaliger Lagerinsasse Nikola Mak und im Namen der đakovoer Zweigstelle der Präsident Villi Haas und Sekretär Mario Švarcmajer nieder. Unter den Versammelten waren auch einige von jenen, welche die Hölle des Jahres ’45 überlebten. In diesem Jahr begann die Durchführung des berüchtigten Beschlusses des Präsidiumes des AVNOJ vom 21. November 1944. Im Lager Krndija, einem Ort in welchem bis dahin Deutsche als Mehrheitsvolk lebten, starben an Hunger, Typhus und anderen Krankheiten, oder sie wurden ermordet, ungefähr 1.500 Deutschen, unter ihnen eine große Anzahl von Frauen und Kinder. Über das Leiden des deutschen Volkes nach dem 2. Weltkrieg wurde nicht gesprochen, durfte nicht gesprochen werden bis zum Jahr 1990. Villi Haas, Präsident der đakovoer Zweigstelle sagt, in Krndija lebten laut Volksverzeichnis aus dem Jahr 1931 1.400 Menschen, heute sind es ungefähr 80.

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Im Jahr 1937. bauten die Bewohner diese Kirche und noch eine solche steht irgendwo am Donauufer. Tragisch ist, dass sie schon nach einigen Jahre fortgehen mussten. Wir kennzeichnen unbedingt den Tag, an dem die Deutschen mit einem „Pinkl“ in der Hand weggehen mussten und großer Gewinn war es für jene, die ihr Hab und Gut auf einen Bauernwagen laden und über Ungarn bis Graz und weiter nach Einteilung in die alte Heimat gehen konnten – erklärt Haas. Hinzufügend sagt er die Besonderheit dieses Gedenkens sei die Rückkehr der Statue, die bei dem Kirchenbau aufgestellt und zusammen mit den Deutschen vertrieben wurde.
Die Statue wurde zuerst im Pfarrhof von Punitovci geborgen und später wurde sie nach Čepin verlegt, wo sie bis zur Rückkehr blieb. Der heilige Antonius ist der erste Rückkehrer nach Krndija, er ist heimgekehrtsagte Haas. Unter den Anwesenden war auch Tomo Schwaller, der heute in Đakovo lebt, geboren 1932, als Kind kam er in das Lager Krndija, dort verlor er seine ganze Familie, wie er sagt, – den Vater, die Mutter, den Bruder und die Schwester.
– Die ganze Familie kam ins Lager. Die älteste Schwester war mit einem Kroaten verheiratet und musste nicht mit uns. Sogar Mutter wurde nicht ins Lager gezwungen, weil sie nicht verzeichnet war. Aber als wir, ihre Familie, vertrieben wurden, sagte sie – ich kann euch nicht verlassen – und ging mit uns – sagt Schwaller, mit dem Finger auf das alte Haus der Kirche gegenüber zeigend. Ich erinnere mich an alles, vieles wurde mir später erzählt. Und bis zum heutigen Tage schmerzt es wie damals, sagt Schwaller unter Tränen.
(der Text aus Glas Slavonije übernommen)

 

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 17.November 2013 – VOLKSTRAUERTAG

Am Sonntag des 17.November 2013 um 11 Uhr fand auf dem valpovoer Stadtfriedhof bei dem Denkmal den Zivilopfern des Arbeitslagers von Valpovo 1945-1946 eine Gedenkstunde anlässlich des Volkstrauertages statt.  Die Kommemoration wurde im Namen des deutschen Botschafters in Kroatien Hans Peter Annen von dem Honorarkonsul Deutschlands in Osijek, Ivica Škojo, angeführt. Mit Ansprachen und Gebeten, Kranzniederlegung und anzünden von Kerzen gedachten auch dieses Jahr an diesem Tag alle Anwesenden aller Gefallenen und Verstorbenen in allen Kriegen. Bei der Kommemoration trat auch der Singchor der Deutschen Gemeinschaft ”Donau” auf, mit dem traditionellen Lied “Ich hatt’ einen Kameraden” dessen Text noch im fernen Jahr 1809 der deutsche Dichter Ludwig Uhland und die Musik 1825 Friedrich Silher schrieb. Außer den Kommemorationen auf dem valpovoer Stadtfriedhof und dem spliter Friedhof Lovrinac, fand die zentrale Kommemoration ebenfalls am Sonntag, den 17.November 2013 um 11 Uhr auf dem zagreber Friedhof Mirogoj statt, wo die Kränze von dem deutschen Botschafter in Kroatien, Hans Peter Annen, niedergelegt wurden. 

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BESUCH DER LANDSLEUTE AUS BRASILIEN UND AMERIKA

VALPOVO – Ungefähr vierzig Landsleute aus Brasilien, Amerika und Deutschland besuchten am  17. Mai 2013 die Gedenkstätte der Donauschwaben in Valpovo. Bei dieser Gelegenheit legten sie auch einen Kranz bei dem Denkmal den Opfern des Lagers Valpovo auf dem valpovoer Stadtsfriedhof nieder. In Begleitung der Vorstandsmitglieder der Deutschen Gemeinschaft besuchten sie auch die Gedenkstätte, wo sie den Dokumentarfilm über die Ansiedlung der Donauschwaben in Kroatien sahen und danach erfolgte ein freundschaftliches Gespräch mit dem Präsidenten des Weltverbandes der Donauschwaben, Stefan Ihas, dem Präsidenten der Donauschwaben in Amerika, Robert Filippi und den Vertretern der Donauschwaben aus Brasilien.

VERTREIBUNGSTAG 11.05.2013., VALPOVO

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