Denkmäler

Die Kapelle des Heiligen  Rochus in Valpovo (30 Kilometer von  Osijek entfernt)  ist ein vorbeugend geschütztes Gebäude, ist als Kulturdenkmal verzeichnet und als Objekt der  Null-Kategorie der Denkmalkultur in Kroatien eingestuft.
Die Gedenkstätte der Donauschwaben  welche im Raum dieser Kapelle von der Deutschen Gemeinschaft – Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien aus  Osijek  eingerichtet wurde,  ist die erste derartige Gedenkstätte im Raum von Kroatien und ist von ausnehmender Wichtigkeit auch für das ganze Ex-Jugoslawien.

 

In dieser Gedenkstätte werden die Grundtatsachen vorgestellt über die Ansiedlung der Donauschwaben in Kroatien ab Ende des  17. Jahrhundertes, danach  ihre Entwicklung bis zum Jahre 1945 und ihr tragisches Ende und praktisches Verschwinden aus Kroatien nach dem Zweiten Weltkriege, als sie ungerechterweise seitens der neuen jugoslawischen Regierung zum kollektiven Schuldigen für die nazistischen Gräueltaten erklärt wurden, ihnen jegliches Vermögen enteignet wurde und sie in Todeslager vertrieben wurden.

Die Ansiedlung, das Leben und Zusammenleben mit den Angehörigen anderer Völker  und des domizilen Volkes,  das kulturelle Wirken und der Beitrag der Donauschwaben zum kroatischen Kulturkreis sowie der Leidensweg nach dem Zweiten Weltkrieg sind  multimedial bearbeitet (DVD).
Die Vertreibung und der Leidensweg der Donauschwaben nach dem Zweiten Weltkrieg ist auch heute in der kroatischen Öffentlichkeit, besonders bei der mittleren und jüngeren Generation noch wenig bekannt.
Deshalb ist es eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gemeinschaft, die Leidensorte der Donauschwaben nach dem Zweiten Weltkriege  würdig zu kennzeichnen und die geschichtliche Unrechte und lange verschwiegene geschichtliche Tatsachen über ihr Schicksal im Nachkriegsjugoslawien zu enthüllen.

 Die Gedenkstätte der Donauschwaben in Kroatien in der Kapelle ist ein einzigartiges Projekt der Donauschwaben in Kroatien und der zentrale Ort für Besuche und Exkursionen der Schüler aus ganz Kroatien, aber auch unserer Landsleute aus der ganzen Welt, die gerne in die Gegend kommen, aus denen ihre Ahnen stammen oder in denen sie einst nur lebten.

 Die Gedenkstätte der Donauschwaben  ist eine Institution von  musealisch – galerischem Typ mit ständiger Besetzung von Dokumenten und Exponaten. Der dokumentarische Teil der Besetzung bezieht sich auf das Verzeichnis der Namen aller Opfer der Lager in Kroatien, welches an den Wänden der Kapelle aufgestellt  ist, während sich im zentralen Teil der Kapelle ein  audio-visuelles  System befindet, mit welchem bei Besuchen der Gedenkstätte ein Videofilm über die Geschichte der Donauschwaben in Kroaten vorgeführt wird.  Der Film, welcher den Besuchern vorgeführt wird ist im Original in deutscher, englischer und/oder kroatischer Sprache. An die Wände des Kapelleninneren sind Plakate mit den aufgeschrieben Namen der Opfer der Lager, von denen ein  glaubwürdiges Verzeichnis vorhanden ist, befestigt.
Das Kapelleninnere wird auch zeitweilige Galerieanwendung haben, weil das Innere so ausgestattet ist, dass es auch multimedialen Darstellungen einer ständigen Besetzung, aber auch den Möglichkeiten zur Veranstaltung zeitweilliger Ausstellungen zum Thema und der Zweckmäßigkeit des Raumes als Gedenkstätte  entspricht.  Ebenso wird es auch möglich sein, zeitweilige  Messen zu zelebrieren.

Die gänzliche Erneuerung der Kapelle wurde von der Regierung der Republik Kroatien in der Zeitspanne vom Jahre  2005 bis 2007 im Gesamtbetrag von  150.000,00 Euro, sowie vom Bundesministerium des Innern aus Deutschland mit insgesamt über 15.000,00 Euro finanziert und die   Kapelle ist heute  zur Funktion als Gedenkstätte bereit.