DAS DENKMAL FÜR DIE IM LAGER BAČKI JARAK 1944-1946 VERSTORBENEN DEUTSCHEN WURDE ENTHÜLLT, 06. Mai 2017. Bački Jarak

Das Denkmal ist eine Mahnung für kommende Generationen

BAČKI JARAK – Am Samstag,  den 6. Mai  2017,  wurde auf dem Friedhof in Bački Jarak (in der Nähe   von Novi Sad) das Denkmal den Deutschen, die im Lager Bački Jarak (deutsch Jarek) in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg  verstarben, ein Denkmal enthüllt.  Geschätzt wird, dass  in diesem Lager, einem der berüchtigtsten  in Serbien, neben Knićanin (Rudolfsgnad) und Gakovo (Gakowa), ungefähr  7000 Zivilisten – Frauen, Kinder und Greisen deutscher Nationallität, die in der Zeitspanne von Ende 1944 bis 17. April 1946 hier gefangen waren, ihren Tod fanden.

Der Denkmalenthüllung wohnte, von den  in- und ausländischen Medien mit Interesse verfolgt, auch der Premiermimister der Republik Serbien Aleksandar Vučić bei. Vučić sagte bei dieser Gelegenheit, dass sich die Zukunft der serbisch-kroatischen Verhältnisse  sehr von der gemeinsamen Vergangenheit unterscheiden wird, indem er betonte wie Serbien, durch die Enthüllung dieses Denkmales, Hochachtung auch  vor anderen  Opfern zeigt.

Außer Premierminister  Vučić,  sprach bei der Enthüllung des Denkmales auch Dr. Robert Zollitsch, Erzbischof emeritus und ehemaliger Präsident der Bischofskonferenz  Deutschlands, der auch aus der Vojvodina stammt und selbst mit seiner Familie noch als Kind die Hölle der Nachkriegslager für Deutsche durchlebte, zu den Anwesenden.

Der deutsche Botschafter in  Serbien, Axel Dittmann, betonte in seiner Ansprache wie seine Regierung und die deutsche Kanzlerin  Angela Merkel dem Denkmale den Donauschwaben in Bački Jarak eine große Bedeutung zolle, indem er betonte, dass Deutschland und Serbien Partner sind in Europa und sich Deutschland stark für den Weg Serbiens in die EU einsetze. Hans Supritz, Präsident des Deutschen Verbandes der Donauschwaben sagte es sei schön unter Freunden und friedlichen Menschen zu sein und der Text auf den Platten des Denkmales solle kommende Generationen  daran erinnern, dass verschiedene  Nationen in Frieden zusammenlebten, bis sie nicht  „von der nationalen Verblendung unter großen Opfern getrennt wurden“.

Auf dem Denkmal den Donauschwaben steht: “Dieses Denkmal bewahrt die Erinnerung an unsere Mitbürger, die Donauschwaben, die in diesem Internierungslager  in Bački Jarak starben und ihre ewige Ruhe fanden. Ruhen sie in Frieden, wie werden sie nie vergessen. Das Lager Bački Jarak (Jarek) bestand von  Dezember 1944 bis April 1946”.

Im Namen der Deutschen Gemeinschaft aus Osijek legten  Darko Apel, Sekretär und Renata Trischler, Geschäftsleiterin der Gemeinschaft einen Kranz nieder.